Zoombild vorhanden
Monika Jansen / Hegegemeinschaft Günzburg
(24.11.2025) Günzburg, Lkr. Günzburg - Nördlich des Günzburger Gewerbegebiets soll eine bislang brachliegende Wiesenfläche Schritt für Schritt zum Biotop werden. Den Grundstein dafür legten örtliche Jäger und Helfer mit der Anlage einer Wildhecke.
Mitglieder des Jagdschutz- und Jägervereins und der Hegeringleitung Günzburg pflanzten zusammen mit Ehrenamtlichen der Kreisgruppe Günzburg des Bund Naturschutzes und weiteren Engagierten über 1000 heimische Feldgehölze: zum Beispiel Liguster, Schneeball, Heckenkirsche, Weißdorn, Hasel, Holunder und Weide. Diese sollen zu einer Wildhecke verwachsen, die als Lebens- und Rückzugsraum für heimisches Wild dient – etwa für Feldhasen, Rebhühner oder Rehe. Profitieren sollen aber auch Vögel und Insekten, die hier künftig Nahrung finden, beispielsweise in Form von Beeren und Blüten.
Die mehr als drei Meter breite Wildhecke trennt die im Privatbesitz befindliche Fläche vom angrenzenden Feldweg. Ein Durchlass ermöglicht die Bewirtschaftung des Areals, das mehr und mehr zum Biotop werden soll. Geplant sind für die Zukunft eine artenreiche Blumenwiese, wechselfeuchte Stellen und entlang der Grundstücksgrenzen Totholz-, Sand- und Steinbereiche, in denen unter anderem Eidechsen, Wildbienen und Laufkäfer Zuflucht finden.
Aktuell ist das noch Zukunftsmusik, die frisch gepflanzte Wildhecke ist aber schon jetzt ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz. „Sie schafft neuen Lebensraum, nutzt Wild, Vögeln und Insekten und wertet die Landschaft auf“, lobt Projektbetreuerin Janina Preeg vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben. Die in Krumbach ansässige Behörde fördert die Maßnahme im Rahmen der bayernweiten Initiative „FlurNatur“.
Damit unterstützt das Amt die Anlage von Landschaftselementen oder Geländestrukturen, um beispielsweise Wasser zurückzuhalten oder Erosionen zu bremsen – letzteres ist ein weiterer positiver Effekt der neuen Wildhecke. „Hinzu kommt, dass sie die in der Gegend vorhandenen Feldgehölze vernetzt“, betont Janina Preeg. Daher fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben die 10.600 Euro teuren Pflanzen mit rund 8000 Euro. Den Rest der Kosten tragen der Jagdschutz- und Jägerverein Günzburg, der in seinem Zuständigkeitsbereich alle vier Jahre eine derartige Pflanzaktion unterstützt, und die Eigentümerin der Fläche, Miriam Albrecht.
Zoombild vorhanden
Monika Jansen / Hegegemeinschaft Günzburg