Le Schw Teaser 2026 Herbst

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Jubiläum
75 Jahre starke Impulse für den ländlichen Raum

(23.09.2026) Krumbach, Lkr. Günzburg – „Ländliche Entwicklung ist kein Randthema. Sie ist eine Investition in Lebensqualität, Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit.“ Mit diesen Worten brachte Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, die Bedeutung des Anlasses beim Jubiläum „75 Jahre Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben“ in Krumbach auf den Punkt. Unter großem Beifall betonte Holetschek zudem, dass er sich bewusst gegen einen Besuch auf der „Wiesn“ und für den Termin in Krumbach entschieden habe.

Zum Auftakt des Jubiläumstages kamen rund 200 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Abgeordnete und Vertreter von Behörden, Verbänden, Planungsbüros und Organisationen nach Krumbach. Insgesamt informierten sich etwa 1.500 Besucher vor Ort über die vielfältigen Angebote und Projekte der Behörde. Amtsleiter Christian Kreye unterstrich den Wandel der Institution: „Wir möchten zeigen, dass wir unserer Aufgabe – der Stärkung des ländlichen Raums – seit 75 Jahren treu geblieben sind. Dabei haben wir uns vom ehemaligen Flurbereinigungsamt zu einem modernen Amt für Ländliche Entwicklung entwickelt.“ Holetschek zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Beschäftigten: „Sie gehen dorthin, wo die Fragen entstehen, analysieren die Situation vor Ort und suchen gemeinsam nach Lösungen.“ Dies sei genau das Bild eines modernen, nahbaren und lösungsorientierten Staates.

Gemeinschaftserfolg für Krumbach

Auch Bürgermeister Florian Kaida erinnerte in seiner Rede an seinen Amtsvorgänger Franz Aletsee, der die wirtschaftliche Bedeutung des Amtes für die gesamte schwäbische Landwirtschaft frühzeitig erkannte. Stolz betonte Kaida, dass die Ansiedlung des Amtes in Krumbach ein Gemeinschaftserfolg sei: „Es wurde hier gemeinsam möglich gemacht.“

Impulse aus dem Podium

Im Podiumsgespräch ergänzten weitere Experten die Sichtweisen: Bezirkstagspräsident Martin Sailer hob die Stärke der kooperativen Lösungsfindung hervor, während der Bürgermeister von Buttenwiesen, Hans Kaltner, die Erfolge bei der Biotopvernetzung und der Dorfladenförderung als Praxisbeispiele nannte. Stephan Wiediger, stellvertretender Leiter der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, verdeutlichte die Relevanz des Sektors: Da der ländliche Raum 85 Prozent der Landesfläche ausmacht und mehr als die Hälfte der Bevölkerung beherbergt, seien maßgeschneiderte Lösungen vor Ort essenziell. Umsetzungsbegleiterin Ulrike Daufratshofer erläuterte zudem das Potenzial von Kooperationen zwischen Kirchen, Kommunen und Bürgern.

Stets den Bedürfnissen angepasst

Der Tag der offenen Tür machte die vielfältigen Aufgaben – von der Flurneuordnung bis zur Integrierten Ländlichen Entwicklung – durch attraktive Angebote auf dem Festgelände greifbar. Am Ende des Tages wurde deutlich, dass sich der Fokus des Amtes stetig erweitert hat: Neben der klassischen Landwirtschaft stehen heute Themen wie Wasserrückhalt, Ortskernentwicklung, Grundversorgung, Klimaschutz und erneuerbare Energien im Zentrum.

Fotos: Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben, Abdruck honorarfrei